Museum

In
unserem über 250 Jahre alten Bauernhof stellen wir eine Vielzahl von
Gebrauchsgegenständen, Maschinen, Geräten und Exponaten aus der
Landwirtschaft und dem dörflichen Leben alter Zeit aus. Texte und
Bilder erklären die ausgestellten Museumsstücke und berichten von der
dörflichen Tradition und ermöglichen alten und jungen Besuchern
Einblicke in das frühere Dorfleben. Diese werden auch Sie zum Staunen
bringen.
Doch das ist noch
nicht alles! Das können Sie in ähnlicher Form in jedem Museum finden!

Bei
uns sind sie aber nicht nur als Betrachter dabei, sondern als
Zeitreisender mittendrin, denn ...... unser
Museum lebt!

Einmal
im Monat erwacht unser Museum zum Leben und die
Ausstellung wird zur
Vorstellung! Die Ausstellungsstücke werden aus dem Museum geholt und
die Maschinen, Werkzeuge und Geräte werden zum Leben erweckt und sind dann in ihrer
ursprünglichen Verwendung zu sehen. Sie werden also nicht nur
ausgestellt wie in "normalen" Museen,
sondern sie werden benutzt, gebraucht und vorgeführt. Es wird damit also genau wie in
früherer Zeit
gearbeitet! Je nach aktueller Jahreszeit wird dann ...
- Getreide zu
Mehl gemahlen
- Brot
oder Kuchen im Backofen gebacken
- aus frischer Milch Butter hergestellt, also gebuttert
- Kartoffeln
gedämpft
- Kraut für
Sauerkraut eingehobelt
- Schepperlinge
auf Omas Kohleherd
gebacken
- Sensen
gedengelt
- Rechen aus Holz hergestellt
- Strümpfe
gestrickt
- Brat-, Blut- und Leberwurst gemacht
- Eisenringe
für Wagenräder geschmiedet
- Kreuzhacken
und Äxte geschärft
- Wäsche
gewaschen
- Flachs
bearbeitet
- gesponnen und gewebt
- Getreide
gedroschen
- Obstweine und Obstsäfte
hergestellt
- ein Schwein
geschlachtet
- Waffeln in
Omas Waffeleisen
gebacken
- Äpfel gekeltert
- Sauerkraut
gemacht
- Körbe
geflochten
- Wurstesuppe gekocht
- Schuhe
besohlt
- Pferde
beschlagen
- Wagenräder
repariert
- Schafe
geschoren
- Besen gebunden
- der alten Dampfmaschine richtig Dampf gemacht
... und vieles mehr!
Sie
sind dabei mittendrin und können gucken und staunen oder auch mal aktiv
mit Hand anlegen! Das
ist unser lebendiges, unser interaktives Museum,
um einen sehr modernen Begriff der Gegenwart zu verwenden.


Teilnahme an besonderen Veranstaltungen
Von Zeit
zu Zeit finden weitere ganz besondere Veranstaltungen
statt, an denen wir teilnehmen. Auf speziell bewirtschaften Feldern in
unmittelbarer Ortsnähe werden Feldbestellung, Getreideaussaat und
Getreideernte im alten Stil gezeigt. Mit Kuh- oder Pferdegespannen
sowie alten Traktoren und den entsprechenden Maschinen und Geräten
vergangener Zeitepochen werden die Felder für die
Aussaat vorbereitet oder im Herbst abgeerntet. Dabei wird
auch das Dreschen, sei es mit Dreschflegeln, mit
Stiftendrescher oder Dreschmaschine, in historischer Form
vorgeführt. Im Zuge der Vorveranstaltungen zur 700-Jahrfeier
von Odershausen sind folgende Bilder entstanden.





Aber auch außerhalb von Odershausen nehmen wir oft mit unseren
Maschinen, Geräten und Ausstellungsstücken an historischen oder
landwirtschaftlichen Veranstaltungen, historischen Festen und
Jahrfeiern teil und lassen die Besucher einen
Blick "in die Vergangenheit werfen". Folgende Bilder sind am 3. Oktober
2009 auf der Messe der Direktvermarkter entstanden, die in
der Wandelhalle und dem Bad
Wildunger Kurpark stattgefunden
hat. Hier wurde vor allem das Dreschen von Stroh gezeigt, wie es früher
"auf dem Dorfe" in der Erntezeit üblich war.


Hier das Dreschen mit Dreschflegeln ...


... oder mit dem Stiftendrescher ...


... oder mit dem "Einmanndrescher"

Wir
alle vom
Verein zur Erhaltung
historischer Landmaschinen und Traktoren e.V. Odershausen
laden Sie ganz herzlich ein zu einer interaktiven Zeitreise zurück in
die
Vergangenheit!
Unsere
Ausstellungsstücke
Viele der
ausgestellten Gebrauchsgegenständen,
Maschinen, Geräte und Exponate stammen aus Odershausen oder der näheren
Umgebung. Dabei haben die Vereinsmitglieder selber oder
deren Angehörige, Freunde und Bekannte viel zu dem
beträchtlichen
Fundus beigesteuert. Aber auch durch Sachspenden Außenstehender und
durch Dauerleihgaben konnte unsere Museumsausstattung
erheblich
erweitert und sinnvoll ergänzt werden. Das alles trägt dazu
bei,
dass wir unseren Gästen tiefe Einblicke in die dörfliche
Tradition Odershausens im Speziellen und in das Dorfleben vergangener
Zeiten im Allgemeinen ermöglichen können.
So hat zum Beispiel
die von uns gerne gezeigte und bei allen unseren Besuchern äußerst
beliebte, riesige alte Dampfmaschine eine sehr
bewegte Vergangenheit.
Dampfmaschine
Diese
Einzylinder-Dampfmaschine
wurde 1927
von der Firma Buckau & Wolf im Auftrag von Lanz Mannheim gebaut
und besaß ursprünglich zwei Achsen, von denen eine als Drehgestell
gearbeitet war. Wo die Maschine von 1927 bis 1932 gearbeitet hat, ist
unbekannt.
Von 1932 bis 1989 trieb sie Transmissionswellen in der Möbelfabrik der
Familie
Pollmann in Steinheim (Westfalen) an. Dort sollte sie 1989 verschrottet
werden.

Die beiden
Fotos wurden uns von Andreas Brüntrup dankenswerter Weise zur Verfügung
gestellt. Sie zeigen die Dampfmaschine während der Abrissarbeiten auf
dem Gelände der Firma Pollmann im Jahr 1989. Der sehr an der
Dampfmaschinentechnik interessierte Fritz Wabra
aus Volkmarsen konnte sie jedoch mit Hilfe der Bundeswehr aus dem
zugebauten Fabrikgelände bergen und auf diese Weise vor der
Verschrottung retten. Fritz Wabra übergab die Dampfmaschine danach dem
Volkmarser Kur- und Verkehrsverein, der sie bis zum Jahr 1991 auf
Oldtimer- und ähnlichen Veranstaltungen vorführte. Dann übernahm
die Maschine für drei Jahre die Dampfmaschinengesellschaft
Karl Till & Fritz Wabra für gleiche Zwecke. Bis 1997 betrieb
sie Fritz Wabra alleine, ehe er sie dem "Lebendigen Museum Odershausen"
als Dauerleihgabe überließ.

Noch etwas unansehnlich und verrostet, aber "unter Dampf"!

Mit einem neuen Anstrich
versehen, steht sie in der Scheune des Museums ...
... und wird bei dem
Aktionstag im Juni und bei anderen besonderen Anlässen den Besuchern in
Aktion "unter Dampf" vorgeführt.
Ganz ähnlich wie die Dampfmaschine zu uns ins Museum gelangte, verhielt
es sich auch mit dem alten Lanz-Bulldog. Auch diese Maschine ist eine
Leihgabe von Fritz Wabra.
Lanz-Bulldog

Anfang des 20. Jahrhunderts
wollte die Firma Lanz dem Landwirt eine einfache, sparsame und leicht
zu bedienende Arbeitsmaschine zur Verfügung stellen. Diese Maschine
wurde Bulldog genannt, was wohl an das Aussehen und die Kraft der
Hunderasse Bulldogge erinnern sollte. Im Jahr 1920 kam also der
Lanz-Bulldog auf den Markt. Er leistete 12 PS bei
420 Umdrehungen pro Minute und arbeitete mit einem Glühkopf,
der zum Starten erhitzt werden
musste. Die ersten Modelle konnten noch nicht selbst fahren und mussten
wie die Dampfmaschinen von Pferden gezogen werden. Diese Modelle
dienten in der Landwirtschaft ausschließlich zum Antrieb von
Dreschmaschinen.
Aber auch andere nicht so spektakuläre Ausstellungsstücke sind etwas
ganz Besonderes. Das gilt zum Beispiel für den sogenannten
Brautwagen, der in unserem Museum ausgestellt ist.
Brautwagen


Auf solch einen Brautwagen wurde früher bei der Bauernhochzeit von der
Familie der Braut die Aussteuer verladen und der Tochter mitgegeben.
Dabei waren oft ein Bettgestell, Kissen und Federdecken, Bettwäsche,
Tücher aus Leinen, Kommoden, Truhen, Geschirr, Kleidung und
verschiedene Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Außerdem wurde der
Wagen dann
vielleicht auch noch von einer Kuh
gezogen, die ebenfalls als Mitgift gedacht war und in der damaligen
Zeit zur Grundausstattung eines bäuerlichen Haushalts gehörte.
Das Fernsehen
zu Gast im Museum
In
den letzten Jahren ab 2005 war das hr-Fernsehen mehrmals zu Gast in
unserem
Museum, um Fernsehbeiträge für das dritte Programm hr3 aufzunehmen.

Die
Fernsehbeiträge wurden dann
im dritten Programm des
Hessischen Rundfunks (HR3) unter der Überschrift "Hessentipp"
beziehungsweise "Hessen à la carte" und im
Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) in der Sendung "Rucksack - Für
Wanderfreunde" gesendet.

(Quelle:
www.hr-online.de)

(Quelle:
www.hr-online.de)

(Quelle:
www.hr-online.de)

(Quelle:
www.hr-online.de)

(Quelle:
www.hr-online.de)

(Quelle:
www.hr-online.de)

(Quelle:
www.mdr.de/rucksack/)

(Quelle:
www.smago.net/schlager/)
Unser Museum
überall bekannt
Verstärkt
wird man auch überregional und auch im Ausland auf unser lebendiges
Museum aufmerksam, wie die folgende Internet-Seite zeigt:
Niederländisch:
(Quelle:
www.agermanyattraction.com/nl/germany-attractions-ad/lebendiges-museum.htm)
